KUNST UND KÜNSTLERISCHE FOTOGRAFIE

Ein Hochzeitsfotograf als Künstler

Hups! Ein Hochzeitsfotograf macht auf Künstler? Yep!
Vorab: ich bin ja – vor allem unter Kollegen – berüchtigt für meine langen Texte. Aber m.E. lohnt es sich, bis zum Ende zu lesen 😉

Hintergrund

Kurz vor oder nach meiner Einschulung machte meine Oma mit mir einen Zweitagestrip nach Bad Honnef am Rhein. Ich weiß nicht, wessen Idee es war, aber am Tag davor nahm mich mein Vater mit in eine Drogerie, wo wir meinen allerersten Fotoapparat kauften. Nicht, dass hier jetzt der Eindruck aufkommt, wir hätten zuviel Geld gehabt. Nein, das war zu dieser Zeit nicht unüblich, in solchen Läden bekam man auch das passende Filmmaterial. Und wer selbst Bilder entwickelte, wurde ebenfalls in einer Drogerie fündig. Jedenfalls in dieser. Abschließend gab mir mein Vater den Tipp, dass ich die Kamera sehr ruhig halten solle, denn sie würde mit etwa 1/60s belichten und das sei sehr lange für Fotos. Ja, das hat sich eingebrannt…

Die meisten Erinnerungen an den Ausflug mit meiner Oma sind jetzt, nach bald 50 Jahren, verblasst. Woran ich mich aber noch gut erinnern kann ist, dass ich nicht planlos die begrenzte Anzahl Aufnahmen ‚verballern‘ wollte (ich glaube, ich hatte zwei Filmkassetten mit jeweils 24 Aufnahmen dabei). Nein, ich wollte Fotos machen, die die Besonderheiten dieser Tage festhalten sollten. Es gibt von diesem Ausflug einige wenige Fotos, vor allem von einem Schiff, mit dem wir über den Rhein fuhren. Einige sind ganz okay, einige verwackelt, der Rest war vermutlich nicht gut genug belichtet und fiel wohl der Qualitätssicherung des Labors zum Opfer.

Ohne hier in diesem Beitrag auf Details einzugehen, sagt diese kleine Geschichte sehr viel über meine Arbeitsweise und meine Einstellung zur Fotografie aus. Wer mich und meine Hochzeitsfotografie kennt weiß, dass ich einen hohen Anspruch an die Bilder habe, die im Laufe eines Tages entstehen.

Was hat das aber nun mit dem Titel dieses Blogeintrags zu tun? Ganz viel!

Hochzeitsfotografie ist Beruf oder gern auch Berufung. Aber sie ist und bleibt Einschränkungen unterworfen. Handwerklichen, gesellschaftlichen, vertraglichen. Das ist gut und richtig. Damit ist sie aber per Definition (so wie ich sie verstehe) nicht frei und ist mit Kunst im eigentlichen Sinne bestenfalls verwandt, bleibt aber halt doch Handwerk.

Wenn ich im privaten Umfeld ein Foto mache, muss das einen Sinn ergeben. Gedankenloses Fotografieren, ist in fast allen Fällen wildes Geknipse. Oder fantasieloses Nachmachen. Einer der Gründe, warum ich außerhalb der Hochzeitsfotografie so selten mit Fotoapparat anzutreffen bin. Nein, wie damals als Kind, will ich heute immer noch Fotos machen, die einen bleibenden Wert darstellen.
Tatsächlich nutze ich die wenigen Gelegenheiten und fotografiere Dinge, die mich beschäftigen, die einen ästhetischen Reiz ausüben, die ungewöhnlich sind. Diese Form der Fotografie ist meine ganz persönliche Kunst. Sie ist eine Dokumentation meines Seins und meiner Betrachtung der Welt.

Und hier bin ich am wesentlichen Punkt angekommen: ab sofort stehen einige meiner freien Fotografien als Kunstobjekte dem Kunstmarkt zur Verfügung. Dabei wähle ich den Begriff Kunstobjekte ganz bewusst, denn ein Bild als Kunstwerk ist mehr, als nur sein bloßer Inhalt. Ganz typisch für mich, ist aus einer simplen Idee wieder mal eine ‚große Sache‘ geworden. Heißt, dass ich auch an dieses Thema nicht ohne meinen Perfektionismus gehen kann. Ob sich jemand von den Fotografien angesprochen fühlt oder nicht, ist natürlich äußerst individuell und typisch für Kunst. Aber die Kunstwerke bzw.  Kunstobjekte, die ich anbiete, sind anspruchsvoll veredelt; Echtholzrahmen, Passepartouts, Bilder hinter Acryl, Bilder auf feinstem Artpapier gedruckt, Großformate von 60cm bis fast 2m. Damit werden die Bilder nicht nur für den Betrachter zum Genuss, sondern bereichern gleichzeitig jede Wohnung, Geschäftsräume, Ausstellungsräume. Um einen ‚Mehrwert‘ zu schaffen, der über die individuelle Wertschätzung hinausgeht, biete ich die Bilder in limitierten Editionen und teils sogar als Unikate an. Damit werden sie auch für Sammler interessant.

Und auch typisch für mich: ich mag es, wenn Menschen gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Daher arbeite ich mit Freunden und Fotografen zusammen, deren Arbeit ich ebenfalls in Verbindung mit Kunst schätze.

Achtung Werbung: wer mehr wissen will, besucht unsere Webseite artitoui.de und schaut sich dort um. Vielleicht ist ja etwas Interessantes für die eigenen vier Wände dabei? Ach ja, habt bitte noch ein wenig Verständnis, wir stehen noch sehr am Anfang. Einige Künstler oder ihr Portfolio fehlen noch. Ebenso sind die Portfolios teilweise noch nicht sehr umfangreich. Naja, genau genommen gibt’s derzeit nur Kunstwerke von Carsten und mir zu sehen 🙂

In diesem Sinne
Herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit!

2018-02-07T00:19:21+00:00