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HOCHZEITSREPORTAGE IN ESSEN UND MÜLHEIM A.D. RUHR

QBrass Coole Band beim Billiard Spielen
Getting Ready

Keine Portraits

Andreas und Peters Ansage während unseres Vorgesprächs war eindeutig: „Wir brauchen und wollen keine gestellten Fotos.“ „Okay …“ (denkt der erfahrene Hochzeitsfotograf) „… mal abwarten“. Was soll ich sagen? Sie wollten sie wirklich nicht 🙂

Stattdessen hatten sich die beiden von Beginn an mit der Idee der Hochzeitsreportage angefreundet. Vielleicht war das auch der Grund dafür, dass sie mich damals ansprachen. Ganz unabhängig von den Überlegungen rund um die Hochzeitsfotografie ist eines im Nachhinein klar: vor allem wollten die beiden ihren Hochzeitstag genießen. Dass ihnen das gelungen ist, da bin ich mir sicher.

Samstag Vormittag waren wir im Mintrops Landhotel  in Burgaltendorf in Essen verabredet. Andrea und Peter hatten sich dort einquartiert, um ganz in Ruhe ihre Vorbereitungen für den bevorstehenden Tag treffen zu können.

Stratocaster und Jimmy Choo

Fender Stratocaster und Jimmy Choo

Im Hotelzimmer fand ich ein Paar vor, das nicht gerade den Eindruck erweckte, dass es sich in wenigen Stunden vor dem Standesbeamten das Ja-Wort geben würde. Zwar wurde Andrea bereits von Ihrer Friseurin und Visagistin gestyled. Aber sie saß eher da, wie eine Frau, die sich auf das Dinner mit ihrem Mann vorbereitet und weniger, wie die Braut in den letzten Vorbereitungen. Andrea war vergnügt und gelassen, ein wenig konzentriert, aber weder aufgeregt, noch nervös. Zumindest sah man es ihr nicht an.

Naja, vielleicht war sie doch ein wenig nervös, denn später beim Anziehen verschwand ein Ohrring in ihrem Anzug und angesichts der fortgeschrittenen Zeit schien mir die Suche zunehmend hektischer zu werden :p  Aber ein Hochzeitstag wäre kein Hochzeitstag, wenn am Ende nicht doch alles seinen Platz finden würde. Wie der Ohrring der endlich an seinen vorbestimmten Platz verbannt wurde.

Peter bereitet sich auf die Trauung vor
Andrea bereitet sich auf die Trauung vor

Und Peter? Tja, was soll ich sagen. Und was darf ich verraten? Peter lümmelte sich in Freizeitklamotten auf dem Bett und schlug ein paar Akkorde auf seiner Fender Stratocaster an. Irgendwann wurde daraus ein Quiz: Peter spielte ein paar Noten und wir anderen drei mussten raten, um welche Melodie es sich handelt. Auch eine Form der mentalen Hochzeitsvorbereitung 🙂

Dass der Hochzeitsfotograf schon während der Vorbereitungen dringend mit Energie versorgt werden musste, war mir bis dato zwar neu, angenommen habe ich die Einladung aber doch ganz gern (s. Beweisfoto).

Wer mich kennt, weiß, dass ich in manchen Eigenschaften ein typischer Vertreter meines Geschlechts bin. Heißt, Blümchen, Schmuck und – insbesondere – Schuhe sind wichtig und werden fotografiert, meine Kenntnisse reichen im Detail aber nicht sehr weit. Trotzdem ist sogar mir nicht entgangen, was für ein paar Hammer-Brautschuhe in dem unauffälligen Schuhkarton auf ihren großen Auftritt warteten. Oder soll ich sagen: lauerten? Egal, wie cool und unaufgeregt Andrea auch immer war, diese Schuhe waren sicher eines der Highlights des Tages für sie. Abends auf der Party konnte ich die Mädels beobachten, wie sie den Schuhen verliebte Blicke zuwarfen.

Cooler Bräutigam an seiner Gitarre
Das Brautpaar in den letzten Vorbereitungen

Turbo-Brautpaarshoot

Eingangs habe ich erzählt, dass Andrea und Peter keine gestellten Portraits wollten. Dabei ist es auch geblieben. Aber ein gaaaaaaanz kleines Bisschen haben sie sich dann doch hinreißen lassen und exakt ein (in Worten: ein!) inszeniertes Foto vorbereitet. Welches das ist, könnt Ihr ja selbst heraus finden. Ein kleiner Tipp: das Foto haben wir nach dem Getting Ready und vor der Trauung geschossen.

Müsliriegel für den Hochzeitsfotografen
Entspanntes Brautpaar vor der Trauung
Peter bindet den Brautstrauß
Der Bräutigam bindet seine Hochzeitsschuhe
Die Braut und ihre Hochzeitsschuhe von Jimmy Choo
Brautpaarshooting im Auto Mr And Mrs

Die Trauung fand dann in historischem Ambiente statt: Andrea und Peter dürften viel Glück gehabt haben, dass sie das Wappenzimmer im Schloss Broich in Mülheim a.d. Ruhr ‚ergattern‘ konnten. Ich wette darauf, dass es noch einige andere Paare gab, die sich dort gern das Ja-Wort gegeben hätten. Stilecht dann selbstverständlich auch der anschließende Sektempfang im Kaminzimmer. Das Haus ist der ideale Ort für stilvolle Hochzeiten. Und für uns Hochzeitsfotografen, denn zumindest das Wappen- und Kaminzimmer waren optisch äußerst attraktiv.

Ein bisschen stolz bin ich auch, dass ich ein Wunschfoto erfüllen konnte. War es während des Vorgesprächs oder im Verlaufe der Vorbereitungen am Morgen? Wie auch immer, Andrea und Peter meinten irgendwann, dass sie nach dem Ja-Wort eine Ghetto-Faust machen wollen. Ehrlich gesagt, hatte ich das schon wieder weit hinten in mein Langzeitgedächtnis verdrängt, als dann während der Trauung urplötzlich und aus dem Nichts die beiden ihre Ghetto-Faust machten. Dabei hatte ich die Kamera gerade gar nicht vor den Augen (ich beobachte lieber so, als wäre ich nicht Fotograf, sondern ein unbeteiligter Zuschauer).  Faust – Klick – das war’s. Puh, gerade noch mal gut gegangen!

Die Trauringe

Olle Musiker im Alten Bahnhof

Andrea und Peter sind mit Sicherheit anders gestrickt, als viele andere meiner Brautpaare. Aber für mich steht fest, dass sie bei aller Coolness gleichzeitig auch äußerst romantisch veranlagt sind. Das ahnte ich in den Stunden in und um Schloss Broich, spätestens mit Ankunft in der Feier-Location war ich mir sicher. Das LUKAS ist ein ehemaliger Bahnhof, der in ein urgemütliches Lokal mit angeschlossenem Biergarten umgestaltet wurde.

Das Brautpaar hat für Erfrischungen gesorgt
Schloss Broich Trausaal Rittersaal
Der Ringtausch im Standesamt
Ghetto-Faust im Standesamt
Das glückliche Brautpaar bei der Unterschrift
Hochzeitslocation Essen Mülheim Ruhr
Hochzeitslocation alter Bahnhof in Essen

Die zwei hatten gleich mehrere originelle Ideen, ihrer Hochzeit den individuellen passenden Touch zu verpassen. Jeder Gast trug ein Namensschildchen, auf dem er in zwei, drei Worten charakterisiert oder umschrieben wurde. Unter meinem Namen prangten die Hashtags #fotografiertallesundjeden und #seidnettzuihm. Über die Tischordnung ‚wachten‘ und an den Tischen saßen verschiedene Größen aus der Musikszene. Der Hochzeitsfotograf – also ich – saß am Tisch ‚Udo Jürgens‘. Andrea und Peter wollten offensichtlich, dass sich jeder! Gast wohl fühlt, denn sie hatten mich mit weiteren Fotografen zusammen gesetzt.

Alles in Allem durfte ich Gast einer rundum gelungenen Hochzeit sein, die auch ohne das lustige Taxifahrer-Spiel, einen originellen aber rekordverdächtig kurzen Eröffnungstanz und ein cooles Photobooth mit Filmstreifenlook absolut gelungen gewesen wäre.

Liebe Andrea, lieber Peter, ich wünsche Euch, dass es Euch gelingt, Euer gemeinsames Leben auch in Zukunft weiterhin so abwechslungsreich zu gestalten, wie es offensichtlich bisher schon verläuft.

Gemütliche Location
Eröffnung durch das Brautpaar
Eröffnung durch das Brautpaar
Brautschuhe - Totale Ekstase mit Jimmy Choo
Hochzeitsbuffet
Die Trauringe mit Brautschuhen
Das verliebte Brautpaar macht Party
Der Alte Bahnhof LUKAS in Essen
2017-08-27T14:28:15+00:00